Mittwoch, 23. April 2008
Nachtrag zu T4G
Dienstag, 22. April 2008
Together for the Gospel

Mittwoch, 19. März 2008
Mittwoch, 12. März 2008
David's Outlaws
Diese typologische Passage aus dem AT gefällt mir ganz besonders.
David, der verkannte König Israels sammelt die Outlaws aus dem Land um sich, um die Aufrichtung seines Königtums vorzubereiten.
Er ist damit der Typus des Christus, der die Outlaws dieser Welt zu sich beruft, um sein Königreich aufzurichten.
Er sucht sich nicht die edlen Kämpfer aus den Reihen der Armee der Frommen, sondern diejenigen, die vor der (religiösen) Welt nichts gelten. Paulus schreibt von diesen:
Denn seht, eure Berufung, Brüder, daß es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden mache. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichte mache, daß sich vor Gott kein Fleisch rühme.
Halten wir uns nicht zu oft für Edle und Weise, so dass wir gar nicht in die Auswahl für Davids Truppe kommen? Möchten wir nicht für geistlich gehalten werden? Für grosse Prediger und eloquente Lehrer, für weise Seelsorger und gewandte Leiter?
Wie oft stehen wir uns mit so einer Selbstüberschätzung im Weg, um von dem zweiten David gebraucht zu werden!
Ich möchte einer der dankbaren Outlaws Davids sein. Einfach froh sein, dass Er mich als unwürdige Kreatur in die Reihen seiner Kämpfer aufnimmt und mich in seinen Dienst einsetzt.
Ohne nach den grossen Taten zu schielen, die mir Ruhm einbringen würden.
Ohne David waren diese Outlaws nur schräge Gestalten, die für nichts und niemand nützlich waren. Allein dass sie zu Davids Truppe kamen, machte ihre Existenz überhaupt erwähnenswert. So ist es mit allen Outlaws, die Christus angehören. Darüber sollten wir Gott Tag und Nacht loben!
Freitag, 29. Februar 2008
Kampf und Verluste
In einem Interview in Modern Reformation erzählt Ken Jones über seine Bemühungen, auf jede erdenkliche Weise die Reformation in die heutige Gemeinde zu bringen.
Am Ende erzählt er von einer Begegnung mit einem Teilnehmer an einer Konferenz, wo er regelmässig spricht.
Dieses Beispiel berührte mich sehr, weil es meinem eigenen Erleben gleicht und es motiviert mich ebenso sehr, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzufahren, selbst wenn es Opfer kostet.
Hier der Auszug aus dem Interview:
Letztes Jahr an unserer Konferenz in Miami, da war ein Gentleman, der kam jedes Jahr zur ACE [Alliance of Confessing Evangelicals]-Konferenz, seit wir vor Jahren begannen.
Er kam am Ende zu mir und sagte: "Ich habe Sie bei verschiedenen Gelegenheiten sprechen gehört und ich hörte Sie reden über den Schmerz über das Verlieren von Mitgliedern, weil Sie versuchen, die Lehren der Gnade hochzuhalten. Bruder, ich will, dass Sie wissen, dass dies mich wirklich betroffen macht."
Dann begann dieser distinguiert aussehende Gentleman zu weinen. "Meine Gemeinde ist in North Carolina und, Ken, wir hatten um die 1500 Leute und sind geschrumpft bis auf 100-150; und Woche für Woche fragte ich: 'Herr, mache ich etwas falsch?'
Ich komme jedes Jahr zurück zu dieser Konferenz und ich hoffe, Ihr Brüder macht damit weiter, weil jedes mal, wenn ich komme, werde ich daran erinnert, dass ich etwas richtig mache. Dies ist Gottes Gemeinde und das ist es, was Gottes Volk nötig hat."
Das Verax Institut mit seinem Angebot an Seminaren und jährlichen Konferenzen verfolgt dasselbe Ziel.
Mittwoch, 30. Januar 2008
Todesstrafe?
Bis ich einige Jahre später durch die Zeitung erfuhr, dass er - vor unserem besagten Zusammentreffen - zwei Knaben missbraucht und ermordet hatte. Er wurde gefasst, weil er einen weiteren jungen Mann schwer verletzt hatte. Jetzt gings ins Gefängnis.
Dort hat man wohl unter anderem versucht - wie das so üblich ist in schweizer Gefängnissen - ihm psychologisch zu helfen. Scheinbar hat das alles - die Strafe und die allfälligen Hilfsversuche - nichts gebracht, denn heute lese ich in der Zeitung, dass er im Gefängnis (!) einen Mitgefangenen sexuell genötigt und ermordet hat.
Dieses erneute Aufkommen der Geschichte in meiner Erinnerung hat mich dazu bewegt, wieder über die Todesstrafe nachzudenken.
In einigen Ländern auf dieser Welt hätte den Mann dieses Urteil getroffen. Z.B. in einigen Staaten der USA, wo nach und nach - zuletzt in New Jersey - die Todesstrafe abgeschafft wird.
Die Bibel berichtet, dass Gott ziemlich am Anfang der Menschheitsgeschichte sagte:
"Wer das Blut eines Menschen vergiesst, dessen Blut soll durch Menschenhand vergossen werden." (Gen 9)
Der Apostel Paulus erklärt, dass die staatliche Obrigkeit nach Gottes Willen das Schwert trägt, um das Böse zu begrenzen.
Meines Erachtens wäre die Todesstrafe für einen Mörder vom Format meines Bekannten die richtige Reaktion, auch in der heutigen Zeit.
Es wäre der (äusserlichen, irdischen) Gerechtigkeit Genüge getan.
Der Mensch hat durch seine Ebenbildlichkeit Gottes höchste Würde. Diese Würde muss geschützt werden, gegebenenfalls von der Obrigkeit unter Gottes Mandat gerächt werden.
(Wir sollen uns nicht selber rächen, weil Gott dafür die Obrigkeit eingesetzt hat).
Dazu glaube ich allen Unkenrufen zum Trotz, dass die Todesstrafe auch eine abschreckende Wirkung hat.
Und last but not least wäre dem Delinquenten eine letzte - eindringliche, aufrüttelnde - Gelegenheit gegeben, jetzt mit seinem Schöpfer in Ordnung zu kommen.
Eine solche Justiz hätte sicher die grössere Wirksamkeit und wäre erst noch barmherziger als die Bestehende, wo man die Mörder als Kranke behandelt und sie somit der Verhärtung ihres Herzens überlassen bleiben, anstatt dass sie mit der Tragweite ihrer Sünde konfrontiert werden.
Was denkt ihr dazu? Haltet ihr die Todesstrafe für sinnvoll oder sollte sie wirklich abgeschafft werden, weil die Gefahr des Justizirrtums zu gross ist?
Bitte benutzt den Kommentarteil um über die Frage zu diskutieren.
Freitag, 18. Januar 2008
Sie weinten
Es gibt ja verschiedene Gründe, warum die Leute im Gottesdienst weinen. Dieser Satz hier stammt aus dem 8. Kapitel des Buches Nehemia. Warum weinten da die Leute im Gottesdienst?
Weinten sie, weil die Leviten so einen schönen Lobpreis abhielten, der sie emotional "in die Gegenwart Gottes führte"?
Oder weinten sie, weil der Gottesdienst und vor allem die Predigt so lang dauerte (ca. 6 Std)?
Oder weinten sie deshalb, weil Nehemia von einer Kanzel predigte (die aus Holz, also nicht durchsichtig war)?
Weinten sie vielleicht, weil der Gottesdienst nicht seeker-sensitiv war? oder nicht kulturell relevant?
Sie weinten, weil sie das Wort Gottes, das sie in einer langen Predigt ausgelegt bekamen, verstanden und weil es sie in ihrem Herzen traf.
Sie weinten, weil sie erkannten, dass sie gegen Gott gesündigt hatten, weil sie die Gottesdienste nicht mehr so hielten, wie Gott es angeordnet hatte und weil sie ihr Leben nicht mehr dem Wort Gottes entsprechend lebten.
Ihr Weinen war ein Ausdruck der Reue über ihr eigenes Fehlverhalten.
Dieses Weinen gefällt Gott, und es hatte eine Reformation im Volk Gottes ausgelöst.
Eine solche Reformation bräuchten wir dringendst auch!
